Kontakt
KI-Anlagebetrug

KI-Anlagebetrug und Fake-Plattformen: manipulierte Investmentseiten erkennen

Wie Betrüger mit künstlicher Intelligenz und gefälschten Plattformen Anleger täuschen – und worauf Sie achten sollten.

Eine Investment-Plattform wirbt mit einem angeblich unfehlbaren KI-Handelssystem, prominente Gesichter empfehlen das Angebot in sozialen Medien, und die Website wirkt durch und durch professionell? Genau so beginnt heute häufig ein KI-Anlagebetrug. Mithilfe künstlicher Intelligenz und täuschend echter Fake-Plattformen bringen Täter Anlegerinnen und Anleger dazu, Geld zu investieren, das anschließend verschwindet. Wer die Maschen kennt, kann sich schützen – und im Schadensfall gezielt vorgehen. Dieser Beitrag erklärt, wie KI-Anlagebetrug funktioniert, woran Sie Fake-Plattformen erkennen und welche rechtlichen Schritte Betroffenen offenstehen.

Haben Sie auf einer Plattform mit angeblicher KI-Technologie investiert und kommen nicht mehr an Ihr Geld? Warten Sie nicht ab. Als erfahrene Anwälte im Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen wir Ihre rechtlichen Möglichkeiten zur Rückforderung. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Kontakt

Was ist KI-Anlagebetrug? Definition und rechtliche Einordnung

Von KI-Anlagebetrug spricht man, wenn Täter künstliche Intelligenz als Köder oder Werkzeug einsetzen, um über Kapitalanlagen zu täuschen. Mal dient die „KI“ nur als Verkaufsversprechen – etwa ein angeblich selbstlernender Handelsalgorithmus mit garantierten Gewinnen. Mal wird KI tatsächlich genutzt, um Inhalte zu fälschen, etwa täuschend echte Videos oder Stimmen. Strafrechtlich erfüllt dies je nach Gestaltung den Betrug nach § 263 StGB oder den Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB.

Rechtlich handelt es sich bei den meisten dieser Plattformen um Anbieter, die ohne die nach § 32 KWG erforderliche Erlaubnis Finanz- oder Kryptowertedienstleistungen erbringen. Die eingesetzte Technologie ändert daran nichts: Auch ein „KI-gestütztes“ Angebot benötigt eine Zulassung, wenn es erlaubnispflichtige Geschäfte betreibt. Fehlt diese, ist das Angebot bereits aus diesem Grund rechtswidrig – unabhängig davon, wie modern es sich präsentiert.

Der Begriff KI-Anlagebetrug fasst damit eine ganze Bandbreite von Maschen zusammen – vom simplen Fake-Trading-Bot bis zur aufwendig inszenierten Fake-Plattform mit gefälschten Empfehlungen. Allen gemeinsam ist, dass moderne Technik gezielt eingesetzt wird, um Vertrauen zu erzeugen und kritische Nachfragen der Anleger zu unterdrücken. Hinter einer modernen Oberfläche verbirgt sich dann nicht selten ein klassisches Schneeballsystem.

Davon zu unterscheiden sind seriöse Anbieter, die künstliche Intelligenz tatsächlich und transparent einsetzen, über eine Erlaubnis verfügen und keine garantierten Gewinne versprechen. Der bloße Einsatz moderner Technik ist also kein Betrugsindiz. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus unrealistischen Versprechen, fehlender Zulassung und intransparenten Strukturen.

Wird die Technik nicht nur als Werbeversprechen genutzt, sondern aktiv zur Manipulation eingesetzt – etwa durch gefälschte Kontostände in einer App –, kann zusätzlich der Computerbetrug nach § 263a StGB eine Rolle spielen. Für die rechtliche Bewertung kommt es stets auf die konkrete Ausgestaltung an. Entscheidend ist nicht das Etikett „künstliche Intelligenz“, sondern die Frage, ob über Tatsachen getäuscht und ein Vermögensschaden verursacht wurde.

Wie verbreitet ist KI-Anlagebetrug?

KI-Anlagebetrug ist Teil eines stark wachsenden Phänomens. Allein 2024 verursachte Wirtschaftskriminalität in Deutschland laut Bundeskriminalamt Schäden von rund 2,76 Milliarden Euro – mit steigender Tendenz. Ein erheblicher Teil entfällt auf Online-Anlagebetrug, bei dem Kryptowerte und vermeintliche Hochtechnologie eine immer größere Rolle spielen.

Auch die BaFin hat 2026 wiederholt vor einer Welle gefälschter Investment-Plattformen gewarnt und dabei ausdrücklich auf die Kombination aus KI- und Kryptothemen hingewiesen, mit der Anbieter Vertrauen aufzubauen versuchen. Innerhalb kurzer Zeit veröffentlichte die Aufsicht mehrere Warnungen, in denen seriöse Unternehmen durch Identitätsmissbrauch imitiert wurden. Die Professionalität dieser Angebote nimmt stetig zu.

Betroffen sind längst nicht nur unerfahrene Anleger. Weil die Angebote professionell auftreten und gezielt Vertrauen aufbauen, geraten auch erfahrene Verbraucher und Unternehmer in diese Maschen. Das zeigt, dass es weniger auf Vorwissen als auf eine konsequente Prüfung des Anbieters ankommt.

Wie künstliche Intelligenz und Fake-Plattformen zusammenwirken

Ein verbreitetes Muster sind angebliche KI-Handelssysteme oder „Trading-Bots“. Den Anlegern wird versprochen, eine künstliche Intelligenz analysiere die Märkte und erziele nahezu risikolos hohe Renditen. In Wahrheit existiert kein funktionierender Algorithmus; die auf der Plattform angezeigten Gewinne sind frei erfunden und sollen lediglich zu weiteren Einzahlungen verleiten. Sobald eine Auszahlung verlangt wird, werden Vorwände, Gebühren oder Steuern vorgeschoben.

Der Erstkontakt entsteht häufig über Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken, die mit kostenlosen Tipps oder beeindruckenden Renditen werben. Wer darauf reagiert, landet in einer Chatgruppe, in der eine Mischung aus echten Tätern, automatisierten Profilen und vermeintlich erfolgreichen Anlegern ein professionelles Umfeld vortäuscht. Erst danach wird zur Einzahlung gedrängt.

Hinzu kommt der Einsatz von KI zur Fälschung von Werbung. Mit Deepfake-Technologie erzeugen Täter Videos, in denen bekannte Persönlichkeiten scheinbar eine Plattform empfehlen. Solche gefälschten Empfehlungen werden über soziale Netzwerke verbreitet und wirken auf den ersten Blick echt. Die abgebildeten Personen haben mit dem Angebot tatsächlich nichts zu tun – ihr Bild wird ohne ihr Wissen missbraucht.

Ergänzt wird dies durch professionell gestaltete Fake-Plattformen und persönliche Ansprache über WhatsApp- und Telegram-Gruppen. Dort verteilen vermeintliche Experten Anlagetipps, bevor die Opfer zur Einzahlung über ausländische Konten oder in Kryptowerten gedrängt werden. Diese Kombination aus glaubwürdiger Technik-Story, gefälschten Prominenten und persönlichem Druck macht den KI-Anlagebetrug besonders wirksam und für Laien schwer durchschaubar.

Verstärkt wird der Eindruck von Seriosität durch gefälschte Bewertungen, erfundene Auszeichnungen und scheinbar funktionierende Dashboards, auf denen Kursverläufe und Depotstände in Echtzeit angezeigt werden. Tatsächlich sind diese Anzeigen Teil der Täuschung und lassen sich von den Betreibern beliebig steuern. Solche Details sollen letzte Zweifel der Opfer ausräumen.

Identitätsmissbrauch: Wenn Betrüger seriöse Namen kopieren

Häufig folgt der Ablauf dem Muster des sogenannten Anfütterns: Zunächst werden kleine Auszahlungen tatsächlich geleistet, damit die Opfer Vertrauen fassen und größere Beträge investieren. Die Plattform zeigt dabei laufend steigende Gewinne an – Zahlen, die jedoch frei manipuliert sind. Wer später aussteigen möchte, wird mit immer neuen Forderungen nach Gebühren oder Steuern hingehalten, bis der Kontakt schließlich abbricht.

Ein zentrales Element vieler Fake-Plattformen ist der Identitätsmissbrauch. Die Täter kopieren Namen, Logos und teils ganze Internetauftritte real existierender, seriöser Unternehmen. So gab die BaFin 2026 wiederholt Warnungen heraus, in denen sich Betreiber als bekannte Finanzunternehmen ausgaben – ohne dass eine Verbindung zu der echten Gesellschaft bestand. In einem Fall nutzten die Hintermänner unbefugt den Namen einer real existierenden Münchener Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Auch gefälschte Apps gehören zum Repertoire. Sie tauchen unter seriös klingenden Namen in den App-Stores auf und imitieren echte Finanzinstitute oder Vermögensverwalter. In mehreren von der BaFin beschriebenen Fällen traten die Initiatoren der zugehörigen Gruppen sogar als angebliche Zweigniederlassung einer bekannten Großbank auf. Für Verbraucher ist der Unterschied zwischen Original und Fälschung dann kaum noch zu erkennen.

Der Identitätsmissbrauch hat einen doppelten Effekt: Er verschafft den Betrügern Glaubwürdigkeit und schädigt zugleich den Ruf der missbrauchten Unternehmen. Für Geschädigte ist wichtig zu wissen, dass das echte Unternehmen in der Regel nichts mit dem Betrug zu tun hat und nicht haftet. Ansprüche richten sich gegen die tatsächlichen Täter sowie gegebenenfalls gegen Stellen, über die das Geld geflossen ist.

Wer unsicher ist, ob er es mit dem echten Unternehmen oder einer Kopie zu tun hat, sollte den Anbieter ausschließlich über die offiziell bekannten Kontaktdaten erreichen – niemals über Links oder Telefonnummern aus der fraglichen Nachricht.

Fake-Plattformen erkennen: Warnsignale und Prüfschritte

So lässt sich ein Identitätsmissbrauch entlarven: Prüfen Sie die genaue Schreibweise der Domain, den Eintrag im Handelsregister und die in der BaFin-Datenbank hinterlegten Kontaktdaten. Auffällig ist auch, wenn sich ein Anbieter in der eigenen Kommunikation selbst als Betrugsopfer darstellt oder behauptet, von der Aufsicht geprüft worden zu sein – ein Muster, das die BaFin bereits mehrfach beschrieben hat.

Mit einigen gezielten Prüfschritten lassen sich viele Fake-Plattformen frühzeitig entlarven – idealerweise vor der ersten Einzahlung:

  • Erlaubnis prüfen: Suchen Sie den Anbieter in der öffentlich einsehbaren Unternehmensdatenbank der BaFin. Fehlt eine Erlaubnis, ist das ein deutliches Warnsignal.
  • Identität abgleichen: Vergleichen Sie Firmenname, Domain und Anschrift mit der offiziellen Website des angeblich dahinterstehenden Unternehmens und mit öffentlichen Registern.
  • Renditeversprechen hinterfragen: Eine künstliche Intelligenz, die angeblich risikolos hohe Gewinne erzielt, gibt es nicht. Garantierte Renditen sind unrealistisch.
  • Empfehlungen überprüfen: Lassen Sie sich von Promi-Videos nicht täuschen. Prüfen Sie, ob die abgebildete Person das Angebot tatsächlich und über offizielle Kanäle bewirbt.
  • Kontaktweg bewerten: Erfolgt die Ansprache über WhatsApp- oder Telegram-Gruppen mit „exklusiven“ Tipps, ist höchste Vorsicht geboten.
  • Zahlungsweg beachten: Aufforderungen zur Einzahlung über ausländische Konten oder ausschließlich in Kryptowerten sind typische Warnzeichen.

Dokumentieren Sie zusätzlich Zeitpunkt und Inhalt jeder Werbung, über die Sie auf das Angebot aufmerksam wurden – etwa Anzeigen in sozialen Netzwerken oder vermeintliche Promi-Videos. Solche Belege können später helfen, die Tatumstände nachzuweisen und den Verbreitungsweg aufzuklären.

Bestätigt sich der Verdacht, sollten Sie keine weiteren Zahlungen leisten und Ihre Situation rechtlich prüfen lassen, um sich vor einer Form des Internetbetrugs zu schützen. Bewahren Sie außerdem Ruhe und treffen Sie keine überstürzten Entscheidungen unter dem Druck der Täter.

Warten Sie nicht zu lange – viele Ansprüche unterliegen kurzen Verjährungsfristen, und je früher der Zahlungsweg nachverfolgt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine Rückholung.

Als erfahrene Anwälte im Bank- und Kapitalmarktrecht helfen wir Ihnen, die Vorgehensweise der Betrüger rechtlich einzuordnen und konkrete Schritte zur Rückforderung Ihrer Gelder einzuleiten. Kontaktieren Sie uns jederzeit für ein unverbindliches Erstgespräch.

Kontakt

Rechtliche Möglichkeiten für Geschädigte bei KI-Anlagebetrug

Strafrechtlich kommen bei KI-Anlagebetrug vor allem der Betrug nach § 263 StGB und der Kapitalanlagebetrug nach § 264a StGB in Betracht. Eine Strafanzeige sollte sorgfältig vorbereitet und mit Beweisen unterlegt werden, damit die Staatsanwaltschaft effektiv ermitteln kann. Wie ein Anwalt für Finanzbetrug gegen Kryptobetrug und KI-Systeme vorgeht, richtet sich nach dem konkreten Einzelfall.

Zivilrechtlich bestehen Schadensersatzansprüche gegen die Täter und Beteiligten, insbesondere aus § 823 BGB in Verbindung mit dem Betrugstatbestand als Schutzgesetz sowie aus § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung. Daneben können bereicherungsrechtliche Ansprüche bestehen, wenn Geld ohne rechtlichen Grund geflossen ist.

Ob auch eine Bank oder ein Zahlungsdienstleister in Anspruch genommen werden kann, ist eine Frage des Einzelfalls. Haben Sie die Zahlung selbst veranlasst, liegt regelmäßig eine autorisierte Zahlung vor, sodass eine Erstattung nicht ohne Weiteres in Betracht kommt. In Ausnahmefällen können jedoch Warn- und Schutzpflichten verletzt sein. Bei Kartenzahlungen kann ein Chargeback, bei jüngeren Überweisungen ein Rückruf über die Empfängerbank helfen.

Wurde in Kryptowerte eingezahlt, lassen sich die Zahlungsströme mithilfe von Blockchain-Forensik häufig nachverfolgen. Eine frühzeitige Nachverfolgung erhöht die Chance, Vermögenswerte zu lokalisieren und zu sichern. Wie Geschädigte beim Krypto-Betrug vorgehen, hängt stark vom Zahlungsweg und vom Sitz der Beteiligten ab; bei Auslandsbezug ist oft die Zusammenarbeit mit ausländischen Stellen erforderlich.

Werden im Zuge der Ermittlungen Konten oder Kryptoguthaben aufgefunden, können diese im Strafverfahren beschlagnahmt oder eingezogen werden; im Zusammenhang mit Anlagebetrug steht häufig zusätzlich der Vorwurf der Geldwäsche im Raum. Für Geschädigte ist es wichtig, ihre Ansprüche frühzeitig anzumelden, um an einer späteren Verteilung gesicherter Vermögenswerte teilhaben zu können.

Bei grenzüberschreitenden Sachverhalten kann zudem die Zusammenarbeit mit ausländischen Anwälten, Aufsichts- und Ermittlungsbehörden erforderlich sein. Innerhalb der EU bestehen dafür eingespielte Wege der Rechtshilfe. Entscheidend ist auch hier die Geschwindigkeit: Je schneller Konten und Wallets benannt werden, desto eher lassen sich Vermögenswerte einfrieren, bevor sie weiterverschoben werden.

Beachten Sie die Verjährung: Die regelmäßige Frist beträgt nach § 199 BGB drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie Kenntnis von den maßgeblichen Umständen erlangt haben. Wer zu lange wartet, riskiert den Verlust durchsetzbarer Ansprüche.

Lassen Sie Ihre Unterlagen, Kontoauszüge und die gesamte Kommunikation anwaltlich prüfen, bevor Sie weitere Schritte unternehmen. Unsere Kanzlei steht Ihnen bundesweit zur Verfügung.

Wann lohnt sich anwaltliche Beratung bei KI-Anlagebetrug?

Anwaltliche Beratung ist vor allem dann sinnvoll, wenn bereits Geld geflossen ist oder Auszahlungen verweigert werden. Die Aufarbeitung von KI-Anlagebetrug ist anspruchsvoll: Sie verlangt die Analyse des Zahlungswegs, die Sicherung digitaler Beweise wie Screenshots, Chats und Transaktionsdaten sowie die Einordnung der eingesetzten Technik. Als erfahrene Anwälte im Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen wir Ansprüche gegen Täter, Banken und Zahlungsdienstleister, bereiten die Strafanzeige vor und stimmen das Vorgehen mit Ermittlungsbehörden und – wo nötig – mit Forensikern ab. Unsere Beratung im Kapitalanlagerecht richtet sich an Verbraucher ebenso wie an Anlegerinnen und Anleger mit größeren Engagements. Auch wenn eine Rückholung nie garantiert werden kann, lässt sich frühzeitig klären, welche Schritte die besten Erfolgsaussichten bieten.

Hinzu kommt, dass bei KI-Anlagebetrug oft mehrere Rechtsgebiete ineinandergreifen – Bank- und Kapitalmarktrecht, Strafrecht und bei Auslandsbezug auch die internationale Rechtsdurchsetzung. Eine koordinierte Vorgehensweise, die straf- und zivilrechtliche Schritte verbindet und den Zahlungsweg konsequent verfolgt, erhöht die Erfolgsaussichten spürbar. Je früher diese Weichen gestellt werden, desto mehr Handlungsspielraum bleibt. Ein frühzeitiges Erstgespräch hilft, die Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen und kostspielige Fehler zu vermeiden.

Fazit: KI-Anlagebetrug erkennen und richtig reagieren

KI-Anlagebetrug verbindet moderne Technik mit altbekannten Betrugsmustern: angebliche KI-Systeme, gefälschte Prominenten-Empfehlungen und professionell kopierte Fake-Plattformen sollen Vertrauen erzeugen und zu Einzahlungen verleiten. Der wirksamste Schutz ist eine nüchterne Prüfung – der Erlaubnis, der Identität des Anbieters und der Renditeversprechen. Wer bereits Geld verloren hat, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, alle Beweise sichern und seine rechtlichen Möglichkeiten frühzeitig prüfen lassen. Je schneller gehandelt wird, desto besser stehen die Chancen, Ansprüche durchzusetzen und Vermögenswerte zu sichern. Und wer noch nicht investiert hat, sollte jedes Angebot mit garantierten KI-Gewinnen grundsätzlich kritisch prüfen: Seriöse Anbieter weisen eine Erlaubnis nach und versprechen keine risikolosen Renditen.

Kanzlei Dr. Araujo Kurth – Ihr Partner im Bank- und Kapitalmarktrecht

Die Kanzlei Dr. Araujo Kurth berät und vertritt Mandanten bundesweit im Bank- und Kapitalmarktrecht. Rechtsanwalt Dr. Michel de Araujo Kurth M.A. verfügt über langjährige Erfahrung im Bankwesen und in der anwaltlichen Praxis und hat sich auf die Vertretung von Mandanten in bank- und kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten spezialisiert.

Die Kanzlei begleitet Mandanten sowohl außergerichtlich als auch vor Gericht – von der ersten rechtlichen Einordnung über die Kommunikation mit Banken, Zahlungsdienstleistern und Finanzinstituten bis zur Durchsetzung von Schadensersatz- und Rückforderungsansprüchen. Beratungen finden in den Büros in Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach am Main sowie bundesweit per Videokonferenz statt.

Wenn Sie rechtliche Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular für ein unverbindliches Erstgespräch – telefonisch, per E-Mail oder online.

FAQs – Häufig gestellte Fragen zu KI-Anlagebetrug

Was ist KI-Anlagebetrug?

KI-Anlagebetrug bezeichnet Betrugsmaschen, bei denen Täter künstliche Intelligenz als Köder oder Werkzeug einsetzen, um über Kapitalanlagen zu täuschen. Das reicht von angeblichen KI-Handelssystemen mit garantierten Gewinnen bis zu Deepfake-Videos gefälschter Empfehlungen. Strafrechtlich kommen vor allem Betrug und Kapitalanlagebetrug in Betracht. Die eingesetzte Technik ändert nichts daran, dass solche Angebote rechtswidrig sein können.

Woran erkenne ich eine Fake-Plattform mit KI-Versprechen?

Typische Warnzeichen sind garantierte oder unrealistisch hohe Renditen, eine fehlende Erlaubnis der BaFin, die Ansprache über WhatsApp- oder Telegram-Gruppen und die Aufforderung zur Einzahlung über ausländische Konten oder in Kryptowerten. Prüfen Sie den Anbieter in der öffentlichen Unternehmensdatenbank der BaFin und gleichen Sie die Identität mit der echten Firmenwebsite ab.

Sind KI-Trading-Bots grundsätzlich Betrug?

Nein, nicht jeder Anbieter, der KI bewirbt, ist betrügerisch. Entscheidend ist, ob der Anbieter über die erforderliche Erlaubnis verfügt und ob die Versprechen realistisch sind. Garantierte Gewinne ohne Risiko gibt es jedoch nicht. Wer hohe, sichere Renditen verspricht und Druck zur schnellen Einzahlung aufbaut, sollte kritisch hinterfragt werden.

Was sind Deepfake-Empfehlungen und wie erkenne ich sie?

Bei Deepfake-Empfehlungen erzeugen Täter mit KI täuschend echte Videos, in denen Prominente angeblich eine Plattform empfehlen. Die abgebildeten Personen haben damit in Wahrheit nichts zu tun. Prüfen Sie, ob die Person das Angebot über ihre offiziellen Kanäle bewirbt. Seriöse Anlageangebote werben nicht über vermeintliche Promi-Videos in sozialen Netzwerken.

Haftet das Unternehmen, dessen Name missbraucht wurde?

In der Regel nicht. Bei einem Identitätsmissbrauch nutzen die Täter den Namen eines seriösen Unternehmens, ohne dass eine Verbindung besteht. Das echte Unternehmen ist dann selbst Betroffener des Missbrauchs und haftet nicht für den Schaden. Ansprüche richten sich gegen die tatsächlichen Täter und gegebenenfalls gegen Stellen, über die das Geld geflossen ist.

Was soll ich tun, wenn ich auf eine KI-Fake-Plattform hereingefallen bin?

Leisten Sie keine weiteren Zahlungen und sichern Sie alle Beweise – Screenshots, Chatverläufe, E-Mails, Überweisungsbelege und gegebenenfalls Wallet-Adressen. Informieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister und lassen Sie prüfen, ob ein Rückruf oder Chargeback möglich ist. Lassen Sie anschließend Ihre Unterlagen anwaltlich prüfen und eine Strafanzeige vorbereiten.

Kann ich mein Geld zurückbekommen?

Eine Rückholung ist möglich, aber nicht garantiert. Die Chancen hängen davon ab, wie schnell gehandelt wird, über welchen Weg gezahlt wurde und ob sich Täter, Konten oder Vermögenswerte identifizieren lassen. Insbesondere bei Kryptozahlungen kann eine forensische Nachverfolgung helfen. Je früher Sie handeln, desto besser stehen die Aussichten.

Hilft eine Strafanzeige bei KI-Anlagebetrug?

Eine Strafanzeige ist ein wichtiger Schritt, ersetzt aber nicht das zivilrechtliche Vorgehen. Sie sollte sorgfältig vorbereitet und mit Beweisen unterlegt sein, damit die Staatsanwaltschaft effektiv ermitteln kann. Da viele Täter aus dem Ausland agieren, ist es ratsam, parallel zivilrechtliche Möglichkeiten und die Nachverfolgung des Zahlungswegs zu prüfen.

Wie lange habe ich Zeit, meine Ansprüche geltend zu machen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Sie beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie Kenntnis von den maßgeblichen Umständen erlangt haben. Wer zu lange wartet, riskiert, dass Ansprüche nicht mehr durchsetzbar sind. Eine frühzeitige Prüfung ist daher wichtig.

Wann lohnt sich ein Anwalt bei KI-Anlagebetrug?

Anwaltliche Unterstützung lohnt sich besonders, wenn bereits Geld geflossen ist, Auszahlungen verweigert werden oder Sie unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen. Ein spezialisierter Anwalt ordnet den Fall ein, prüft Ansprüche gegen Täter, Banken und Zahlungsdienstleister, bereitet die Strafanzeige vor und behält die Verjährungsfristen im Blick. Gerade bei komplexen, grenzüberschreitenden Sachverhalten erhöht professionelle Hilfe die Erfolgsaussichten.

Jetzt Anfrage stellen
Wir beraten Sie gerne umfassend und persönlich bei Ihrem Anliegen.
Kontakt
Dr. Michel de Araujo Kurth
Dr. Michel de Araujo Kurth ist Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Bank- und Kapitalmarktrecht. Promoviert Summa Cum Laude an der Goethe-Universität Frankfurt, zuvor Legal Counsel bei Société Générale und Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG.
Vita
Lesen Sie mehr...
Kontakt
Ihre Kanzlei Dr. Araujo Kurth. Immer für Sie da
Jederzeit für Sie erreichbar
Dr. Michel de Araujo Kurth
Kontakt








    Saalburgstraße 11
    60385 Frankfurt am Main
    +49 6151 7076982
    kontakt@ra-araujo-kurth.de
    Mo. – Fr. 08:00–18:00 Uhr
    envelopephone-handsetmap-markercrossmenuchevron-down